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BaukunstBrockhaus 1882

Lehmbau (Pisébau) oder Erdstampfbau ist der Bau von Mauern aus zwischen Bohlenwänden gestampftem, erdfeuchtem Lehm oder aus vorher geformten und getrockneten Lehmquadern (Pisésteinen). Er bedarf eines Fundaments von natürlichen Steinen oder gebrannten Ziegeln bis zur Höhe von mindestens 30 em über der Erde und eines guten überdeckenden Daches zum Schutze von Erdfeuchtigkeit und Niederschlägen. Der L. ist nur in steinarmen Gegenden und für niedrige, ländliche Gebäude gebräuchlich (z. B. im südl. Frankreich). Bisweilen rechnet man auch die Herstellung von Wänden aus Luftziegeln, sowie den Bau von Stak- oder Wellerwänden hierher, die ebenfalls nur für ländliche Gebäude noch üblich sind.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 904Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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