FeedLehm.
AllerleiBrockhaus 1882

Lehm., bei naturwissenschaftlichen Namen Abkürzung für Lehmann (Joh. Georg Christian). geb. 11. Mai 1765 in der Johannismühle bei Baruth, war zuerst Soldat und nahm 1793 seinen Abschied, worauf er ohne Beihilfe eines Feldmessers eine Fläche von 1430 qm des Erzgebirges und mehrere Rittergüter aufnahm. In seiner Darstellung einer neuen Theorie zur Bezeichnung der schiefen Flächen im Grundriße (Lpz. 1799) legte L. die T eorie der nach ihm benannten Terrainzeichenkunst dar, nach welcher das aufgezeichnete Terrainbild auf der Karte senkrecht beleuchtet erscheint und durch Schraffierung der Neigungsgrad der Bodenflächen bezeichnet wird. Später wurde L. Straßenaufs eher im wittenbergischen Kreise und 1798 Offizier und Lehrer an der Ritterakademie zu Dresden. Im J. 1806 kam er zum sächs. Quartiermeisterstabe, war 1807 als Hauptmann und Quartiermeister bei der Belagerung von Danzig und später bei der Blockade von Graudenz. Er starb als Major und Direktor der Plankammer 6. Dez. 1811 in Dresden. Von seinen Plänen sind die berühmtesten die von 1Warschau und Dresden und das topogr. Blatt der Umgegend von Dresden. L.s Hauptwerk, „Die Lehre vom Situationszeichnenv erschien in 2 Bän⸗ „ den (Epz. 1812—16; 5. Aufl. 1843). Seine Methode der Terrainzeichnung hat sich in neuerer Zeit mit gewissen Modifikationen allgemeinen Eingang

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 903Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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