Leichtflüssig oder leichtschmelzbar nennt man Körper, welche durch Temperaturerhöhung leicht aus dem starren Zustande in den tropfbarflüssigen übergehen, wie Quecksilber (bei —39,3 C.), Wasser (bei 0 C.), Butter, Talg, sowie unter den Metallen besonders Arsen, Zinn, Wismut und Blei, während zu den schwerflüssigen Körpern, die eine verhältnismäßig hohe Temperatur zum Schmelzen verlangen, insbesondere Glas, Eisen, Platin gehören. (Vgl. Schmelzen und Wärme.) Metalllegierungen sind meist leichtflüssiger als ihre Komponenten; man benutzt solche Legierungen zu Schnelllot; einige derselben, wie z. B. Roses, Darcets und Woods leichtflüssige Metalle (Legierungen von Zinn, Zink, Kadmium‚, Wismut etc.) schmelzen schon in siedendem Wasser (4 100“ C.).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 919Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei