Leistennetze sind rippenartige, unregelmäßig sich durchkreuzende Wülste, welche auf der Fläche von thonigen Sandsteinschichten erscheinen; sie sind dadurch entstanden, daß die Oberfläche einer Schlammschicht beim raschen Eintrocknen eine Zerberstung in Risse erhielt und neues darüber gelagertes Schlammmaterial in dieselben eindrang. Beim Loslösen der Schichten gewahrt man also auf der Unterfläche der obern Schicht die Reliefbilder jener Sprünge als ein vielverschlungenes Netzwerk von hervorstehenden Adern; die L. finden sich vielfach mit den Tierfährten zusammen.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 940Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei