Leitbündel, s. Gefäßbündel. „Leiter bezeichnet in der Elektricitätslehre diejenigen Körper, welche die Eigenschaft besitzen, die Clektricität außerordentlich schnell aufzunehmen und weiter zu führen, zum Unterschiede von den sog. Isolatoren oder Nichtleitern, welche der Elektricität den Durchgang nicht gestatten, obwohl die eleltrische Wirkung sie als Zwischenkörper lähnlich wie Licht die durchsichtigen Körper) durchdringt (durchstrahlt). Streng genommen sind eigentlich alle Körper L., wie sie alle, wenn auch die sog. Isolatoren erst in längerer Zeit, die Elektricität durch ich hindurch lassen. Zu den gewöhnlich so genannten L., welche die Elektricität schnell weiter führen, gehören die Metalle, das Imosen die wässerigen Salzlösungen und die geschmolzenen Salze. Am besten leiten die Metalle und unter diesen besonders das Silber und Kupfer; sehr schlecht leitet reines Wasser, denn selbst das am wenigsten leitende Metall (Quecksilber) leitet noch mehr als millionenmal besser hals reines Wasser. Den Unterschied zwischen L. und Nichtleitern oder Isolatoren der Elektricität entdeckte Gray 1728—31. (S. Elektricität.) Auch in Bezug auf die Wärme und den Schall redet man von der Leitung oder Fortleitung derselben durch Körper. So leiten die Metalle die Wärme in demselben Zahlenverhältnisse wie die Elektricität und sie leiten auch die Wärme besser als das Holz oder Glas; Wasser und Metalle leiten den Schall schneller und besser als die Luft.