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TierreichAfrika Hand-Lexikon 1885

Amiranten (Admiranten, Admiralsinseln), Inselgruppe im Indischen Meere, die 1502 zum erstenmal vom. „Admiral“ Vasco da Gama (daher der Name) gesehen wurden und seit 1814 die englische Flagge tragen. Sie bilden eine Dependenz der Insel Mauritius, sind ca. 670 km nordnordwestlich von Madagaskars Nordspitze und 220 km südwestl. von den Seychellen entfernt und zwischen dem 5. und 7.° südl. Br. und dem 51." 40'—-53.% 40% östl. Br. v. Par. ‘gelegen. Sie bestehen aus elf kleinen, niedrigen, mit Korallenbänken umgebenen Eilanden, die sich von Nord nach Südsüdwest erstrecken und deren Gesamtflächenraum ca. 200 km beträgt. Sie sind schwach bevölkert und schlecht bebaut; aber ihre Küsten sind reich an Fischen und Schildkröten. Ihre Bewohner stammen aus Kreuzungen von Kolonisten von den Seychellen und den Inseln Bourbon und Mauritius mit schwarzen Frauen; sie sprechen, gleich jenen auf den Seychellen, kreolisches Französisch. — Die Schiffe legen hier an, um sich mit Wasser und Fleisch (von Schafen und Rindern) zu versorgen. — Die grössten Inseln der A. heissen: Remire, Saint-Joseph, Louise, Etoile, Poivre, Boudeuse, Noeuf. Ferner zählt man in der Regel noch zu ihnen die in der Nähe befindlichen Inseln: Galega, Providence, St.-Francis (Sandinsel), die Cargadosgruppe, Coötivy und den Chagos-Archipel.

Afrika Hand-Lexikon. Ein Nachschlagebuch für JedermannVon Paul Heichen, Leipzig: Gressner & Schramm 1885 · Bd. 1, S. 141Scan: Staats- und Universitätsbibliothek Bremen · gemeinfrei

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