FeedAdmiralitätsinseln
ErdkundeBrockhaus 1882

Admiralitätsinseln, eine austral. Inselgruppe, die nördlich vom östl. Teile Neuguineas liegt und in mehrere Gruppen zerfällt. Die eigentlihen A. bestehen aus der el Basco lungefähr 164 östlich von Ferro, 2 südl. Br.), einer sehr gebirgigen und äußerst fruchtbaren — von 1952 qkm und einer Anzahl kleiner Koralleninseln und Korallenbänke. Außerdem rechnet man zu den A. noch die 2 Tußehn, u0 und die Bougainville⸗ oder Echiquier-Inseln, nordwestlich von der Hauptinsel, sowie die Hermiten und einige einzelne Inseln, namentlich Matty westlich von Basco, zusammen mit 486 qkm. Alle diese Inseln sind von Korallenriffen umschlossen, teils flach, teils vulkanisch. Schouten hat die Inseln 1616 zuerst gesehen und sie die Fünfundzwanzig Inseln genannt; Carteret fand 1767 die Hauptinsel wieder auf und gab ihr den jetzigen Namen. Die Bewohner, von Moseley 1875 auf 800 geschätzt, haben eine weniger dunkle Hautfarbe als die Australneger, schwarzes, krauses Haar und eine der europäischen sich nähernde Gesichtsbildung. Sie leiten ihre Piroguen mit großer Schnelligkeit, bauen ihre primitiven Wohnungen unter Kokosbäumen und fertigen Messer und Speerspitzen aus einer Art vulkanischen Glases, wissen aber das eingetauschte Eisen sehr wohl zu schätzen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 155Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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