Badia y Lablich, Domingo, zu Bar celona 1766 gebürtig, verschaffte sich 1801, nachdem er sich durch mathe: matische und sprachliche Studien vorbereitet, von der spanischen Regierung die Erlaubnis zu einer wissenschaltlichen Reise nach Innerafrika, landete am 29. Jan. 1803 unter dem Namen Ali Bei el Abbassi zu Tanger in Ma rokko, hatte, um als Mohammedaner reisen zu können, die Beschneidung selbst an sich vollzogen und gab sich fir einen Nachkommen der Abassiden aus, zu welchem Zweck er sich genea- \ocische Urkunden mit Siegeln, Unterschriften ete. selbst, gefertigt hatte. Er fand in Marokko sowohl wie in Tyipolis und Tunis sehr gute Aufnahme, wallfahrtete unter dem Vorwand, eine heilige Vorschrift des Korans zu erfüllen nach Mekka und durchzog auf dieser lteise die Berberei, Ägypten, Syrien, Griechenland und die Türkei, sah hier vieles, was die Mohammedaner Andersgläubige nie sehen lassen, besuchte die heiligsten Orte und nahm an allen religiösen Feierlichkeiten sorgfältigen Anteil. 1807 kehrte er nach Spanien zurück und wurde vom König Josef Bonaparte zum Präfekten von Cor: dova, später von Valencia ernannt, verliess aber 1814 nach dem Sturz der Bonaparte sein Vaterland und gab in Paris 1814 die Beschreibung seiner Erlebnisse. in dem Buche: „Voyage dAli Bei en Afrique et en Asie“ heraus. 1518 unternahm er im Auftrag der französischen Regierung, zum maröchal de camp ernannt, eine Reise nach Indien, betrat unter dem Namen Ali Othman Kleinasien, schloss sich in Damaskus einer Pilgerkarawane an, starb aber in der Nähe von Meserib Ende August 1818 an einem Ruhranfall.