Beke, Charles Tilstom, hervorragender Reisender, zu London am 10. Okt. 1800 geboren, studierte erst die Rechtswissenschuft, war 1536 - 87 mit den Konsulatsgeschäften in Leipzig betraut, bereiste 1837 mit einem Landsmann H. G. Moore das Heilige Land und befuhr das Tote Meer. Er wurde auf dieser Reise auf die Bedeutung Abessiniens für Zentralafrika aufmerksam; nachdem er sich vergeblich um Unterstützung von seiten der Regierung bemüht hatte, ging er, zum Teil von Privatleuten gefördert, zum Teil auf eigene Kosten, im Anschluss an die Expedition des Majors Harris 1841 dorthin. Sein wesentliches Verdienst ist die Erforschung der damals noch unbekannten Landschaft Godscham („Abyssinia; a statement of facts*, 1844; „On the geographical distribution of the languages of Abyssinia“; 1849), wofür er von der geogr. Gesellschaft in London durch die goldene Medaille ausgezeichnet wurde. In den folgenden Jahren lebte er einige Zeit auf der Insel Mauritius, 1865 (nachdem er 1861 in Syrien, Damaskus etc. gewesen war) reiste er im Auftrag der britischen Regierung zum Kaiser Theodor nach Abessinien, um die gefangenen Europäer zu befreien; seine Mission hatte jedoch keinen Erfolg („The british captives in Abyssinia“; 1867). Seine mannigfachen Abhandlungen über das damals noch ungelöste Problem der Nilquellen („Essay on the Nile and its tributaries“, 1847; „On the sources of the Nile in the Mountains of the moon* 1848 und „On the sources of the Nile* 1849) wurden für Bialloblotzky die Anregung zu seiner zwar vresultatlosen Reise zur Entdeckung der Nilquellen von der Ostküste aus. Seine letzte Reise unternahm B. 1873 nach Ägypten und dem Roten Meere („Discovery of Mount Sinaiin Arabia and of Midian, 1878 nach seinem Tode erschienen). Von derselben zurückgekehrt, starb er am 31. Juli 1874.