Djerba (Djerbeh), grosse Insel, in der Kleinen Syrte (Busen von Gabes), an der südöstl. Küste von Tunisien; ihre grösste Länge ist etwa 83 km, ihre Breite variiert zwischen 16 und 35 km. Ihre Südspitze ist vom Festlande nur durch eime schmale Strasse (1/, km breit) geschieden, die durch ein in‘ ihr liegendes Eiländchen in zwei Hälften geschieden wird. D. ist von häufigen Regengüssen heimgesucht, deshalb höchstfruchtbar (trefiliche Trauben, Pfirsiche, Feigen, Oliven, Granaten, Äpfel ete.). — Ihre Bevölkerung wird auf 4000 Einw. geschätzt; dieselben sind Ackerbauer oder Weber (D. erzeugt die schönsten Gewebe von ganz Tunisien), auch Seeleute, oder Fischer. Hauptort ist: Es-Suk mit 2500 Einw. (33 ferner: Humt-Adjem, Humt-Cedrien, Humt-Ceduikhes und Humt-Gallala. Die Küsten von D. werden durch sechs kleine Forts geschützt: das wichtigste von ihnen ist: Bordj-el-Kebir im Norden von Suk. D. steht in regem Verkehr mit Sfax, Tripoli und Malta; von Marseille laufen es 3—4 Schiffe jährlich an, um Öl und Schwämme zu laden. — D. ist das Meninx des Altertums, war auch als Insel der „Lotophagen“ bekannt.