Dscherba, Dscherbeh oder Dierbi, Insel an der Küste von Tunesien, im O. des Meerbusens von Gabes, vom Festland durch eine an der schmalsten Stelle nur 500 m breite Meerenge getrennt, die so seicht ist, daß man sie an einigen Stellen durchwaten kann. Die Insel, 1050 qlem groß, ist sehr fruchtbar und erzeugt ausgezeichnete Weintrauben, Pfirsiche, Feigen, Granatäpfel, Mandeln, AÄpfel und Slbäume. Die Bewohner, etwa 30000, sind meist Berber und gehören der mohammed. Sekte der Ibaditen an; sie sind teils Ackerbauer, teils Weber, Schiffer und Fischer. Die Hauptstadt Suk liegt an der Nordküste und abei etwa 2500 E., worunter auch viele Juden; dabei liegt ein altes, von den Spaniern 1284 erbautes Kastell. D. ist das alte Meninx, die Insel der Lotophagen; von der alten Stadt Meninx sind noch bedeutende Trümmerreste erhalten. Die Insel wurde 28. Juli 1881 von den Franzosen besetzt.