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HeilkundeAfrika Hand-Lexikon 1885

Fischer, G. A., Arzt und Reisender, unternahm mit den Brüdern Klemens und Gustav Denhardt, unterstützt von deutschen Handelsfirmen, 1875 fi. eine Forschungsreise nach Ostäquatorialafrika und forschte besonders in den südlichen Gallaländern, über deren Bewohner und Gebräuche wir ihm sehr interessante, die Nachrichten Deckens und Brenners (1860 —67) vielfach modifizierende Aufschlüsse verdanken. Ende Dezember 1862 brach er allein von Pangani, 19. Februar 1883 von Maurui auf und erreichte am 12. März Klein-Aruscha, von wo bereits v. d. Decken seine Besteigung des Kilima Ndjaro unternommen hatte. F. passierte diesen Schneeberg auf seiner westlichen Seite, verliess am 25. April Nouruman im Osten des Sambu, eines der höchsten Gipfel in der Wasserscheide zwischen dem Vietoria Nyanza und Indischen Ozean, und machte am 11. Mai an dem ca. 1900 m über dem Meere liegenden ausflusslosen Naiwascha-See halt. Dessen nördliches Ende Murentät bildete den Endpunkt der Expedition, welche teils infolge von F.s Erkrankung, teils wegen der feindseligen Haltung der Masai nicht weiter nach Norden gelangen konnte. F. trat am 6. Juni den Rückmarsch an, welcher von Nguruman aus auf einer südwestlichern Route am Vulkan Doingo Neai vorbeiführte, und traf am 14. Augustwiederin Pangani ein („Peterm. Mitth.“ 1884). Neuerdings-ist F. von Sansibar aufgebrochen nach den grossen Seeen, in der Absicht, von dort aus den Sudan zu gewinnen, um Gewissheit über die seit Anfangs 1883 dort verschollenen Forschungsreisenden Dr. Junker, Emin-Bey (Dr. Schnitzler) und Casati zu erlangen, die nach kanzler-Amt eingelaufenen Nachrichten wohlbehalten in Lado (ägypt. Sudan) verweilen.

Afrika Hand-Lexikon. Ein Nachschlagebuch für JedermannVon Paul Heichen, Leipzig: Gressner & Schramm 1885 · Bd. 1, S. 427Scan: Staats- und Universitätsbibliothek Bremen · gemeinfrei

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