FeedFischfang wird
TierreichAfrika Hand-Lexikon 1885

Fischfang wird, da wie überall auch in Afrika manches Speisebedürfnis durch Fische befriedigt wird, in vielen Gegenden Afrikas mit Eifer getrieben, aber auf wesentlich voneinanderabweichende Weise. Am Weissen Nil z. B. harpunieren die Eingeborenen den Fisch vom Floss oder Boot aus (wobeifreilich, wievon den Forschungsreisenden berichtet wird, das Spiessen eines Fisches reiner Zufall ist, da die auf ein langes, an eine Leine gebundenes Holz gesteckte Harpune auf gut Glück in das Schilf geworfen wird); anderwärts, wie am Gabun, Ogowe ete., in Reusen (die in dieselben getriebenen Fische werden durch Stöcke erschlagen oder betäubt und in Netzen ans Land gebracht); auch der Fang durch die Angel, wie durch im. Wasser ausgespannte Netze ist bekannt. Im nördlichen Afrika, wie z. B. in Abessinien, sucht man die Fische durch vegetabilische Gifte, die man ins Wasser bringt, zu betäuben, um die begehrte Beute verhältnismässig mühelos einheimsen zu können. Unter den als Speise dienenden Fischen spielen in Afrika die verschiedenen Welsarten, von denen manche Arten grosse, bisweilen sogar mächtige Exemplare liefern, eine wichtige Rolle. :

Afrika Hand-Lexikon. Ein Nachschlagebuch für JedermannVon Paul Heichen, Leipzig: Gressner & Schramm 1885 · Bd. 1, S. 427Scan: Staats- und Universitätsbibliothek Bremen · gemeinfrei

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