Sandwich-Harbour, Bucht an der Küste von Damaraland (Westafrika), unter 23% 20° südl. Br. u. 140 3] 9% östl. L. v. Gr., bildet einen guten Hafen. (Siegm, Israel bezeichnet ihn als „einen der besten der westafrikanischen Küste“.) Derselbe ist ca. 7 Meilen lang und 1'/, Meile breit und hat eine durchschnittliche Tiefe von 20 Fuss. Er besitzt den an dieser Küste seltenen Vorzug, dass sich unmittelbar am Strande (3 —4 m vom Meeresufer) gutes fiisches Wasser befindet. — Von 8. führt ein ca: 14 Meilen langer, aus Flugsand bestehender sogenannter Pfad (eigentlich nur ein kichtweg, den man an den Spitzen der verschiedenen Berge oder Sandhügel erkennt) nach Walfischbai (s. der Der gleichnamige Ort S. wird von ca. 100—150 Hottentotten (Namaquas), einem Dutzend Afrikaanders und ein paar Weissen bewohnt, welche für Rechnung von zwei Kapstädter Handelsfirmen einen bedeutenden Raubfang auf Fische (besonders H aifische) treiben. Das tägliche Erträgnis steigt bis auf 1800 Haie, aus deren Leber durch Auskochung: in grossen Eisentöpfen der medizinischen Zwecken dienende Thran (1000 Kilo desselben oder eine Tonne von 2240 engl. Pfd. kostet in Kapstadt 25—40 Pfa. Sterl.) bereitet wird. Einen weitern Ausfuhrartikel bilden die Narraskerne (Narrow-bits), von der melonenartigen Frucht der am Erdboden kriechenden Narraspflanze (ca. 500 Säcke jährlich & Pfund 3—4 d.); sie werden in “len Kapstädter Konditoreien als süsse Mandeln benutzt. Die früher zahlreichen Strausse sind jetzt schon ziemlich ausgerottet.