Holub, Emil, einer der bedeutendsten Afrika-Ethnographen, zu Holitz in Böhmen am 7. Oktober 1847 geboren, begab sich nach Vollendung seiner medizinischen Studien (in Prag und Wien) 1872 nach den Diamanten-Distrikten von Kimberley und Dutoitspan. Von hier aus unternahm er seit 1873 drei grosse Wanderungen: auf der ersten (anfangs 1873) überschritt er den Vaal-Fluss, besuchte den Baralongen-Kraal Lekatlong, dann den Kraal Mitzima jenseits der Pokone-Berge, besuchte Springboekfontein und Wonderfonten, auch Monomotapa. Auf der zweiten Wanderung (Ende 1875) durchzog H. den östlichen und westlichen Teil des Transvaal-Freistaates, wie auch die Negerkönigreiche Seschele und Sechomo. Auf der dritten Wanderung (März 1875) zog H. am Limpopo nach Sotehong und Sescheke, der Hauptstadt des Marutse- Mabunde-Reiches, musste aber infolge einer Erkrankung am Fieber am Sambesi umkehren und traf im April 1876 auf dem Wege über Transvaal wieder in Kimberley ein. Anfang 1880 kehrte H. mit grossartigen Sammlungen wieder nach Europa (Prag) zurück. Die Mittel zu seinen Forschungen, wie auch zu seinen Sammlungen erwarb er sich durch ärztliche Praxis inden Diamantendistrikten. Auf einer neuen Forschungsreise vom Kapland über den Sambesi nordwärts zum Uölle und Schari begriffen, starb er 1883.