Mauch, Karl, Afrikareisender, geboren am 7. Mai 1837 zu Stetten in Württemberg, besuchte die Realschule zu Ludwigsburg, wo sein Vater Miitärbeamter. war, darauf zwei Jahre lang ein Lehrerseminar in Gmünd und erhielt dann zu Isny eine Anstellung als Lehrgehilfe. Aber schon seit seinem 15. Jahr beschäftigte ihn der Gedanke, zur Erweiterung der Kenntnis Afrıka s beizutragen, und so verwandte er alle freie Zeit zu weiterer Ausbildung, um sich für seinenZweck vorzubereiten. Auf einer Hofmeisterstelle in Österreich blieb er bis 1859, dann widmete er sich 1860—1862 dem Studium des Arabischen und suchte medizinische Kenntnisse zu erlangen. 1868 begab er sich nach London, wo er unter den misslichsten Umständen. fünf Monate lang naturwissenschaftliche Studien trieb; dann ging er zur See nach Südafrika. Nach- drei Jahren trafen die ersten Nachrichten von ıhm ein: er hatte die Transvaalsche Republik durchwandert und eine genaue Karte derselben angefertigt, welche durch seine spätern Reisen noch wesentlich berichtigt wurde. 1866 ging er mit einem Elefantenjäger von Rüstenburg am Masgaliesberg über Sekhomo und Mosilikatse nach N., überschritt die Wasserscheide zwischen dem Sambesi und Limpopo und gelangte bis in die Nähe von Tete am Sambesi, wo er ausgedehnte Goldfelder entdeckte, welche seitdem viel von sich reden gemacht, ihrem Entdecker aber nichts eingebracht haben. Auf einer neuen Reise durchzog M. vom Mai bis Oktober 1868 wieder die Transvaalrepublik, erreichte nach unglaublichen Beschwerden Inyati und kehrte im Januar 1869 nach seinem Hauptquartier Potschefstroom zurück. 1870 und 1871 war er dann mit Erforschung des die Diamantenfelder durchfliessenden Vaal beschäftigt, und Mitte 1871 trat er seine letzte. epochemachende Reise von Albasini aus an. Über den Limpopo zog er ins Gebiet der Makalaka und entdeckte .die Ruinen von Zimbabye, in denen er das Ophir der Bibel gefunden zu haben glaubte, welche Meinung indes von den Forschern Europa’s fast einstimmig verworfen wurde. M, passierte sodann den obern Lauf des Sabia, erforschte dessen Quellgebiet, und entdeckte das „Kaiser Wilhelms-Feld* genannte Goldfeld. Bei Sena kam er an den Sambesi und wieder in den Bereich der Zivilisation, und im Dezember 1872 traf er wieder in Ruropa ein. Eine Reise, die M. mit dem Botaniker Kuntze aus Leipzig 1874 um die Welt machen wollte, kam nicht zur Ausführung, M. gelangte nur bis Zentralamerika und kehrte von da nach Europa zurück. Seit der Zeit lebte er in Blaubeuren: in. Schwaben als Eisenbahnbeamter, bis 4. April 1875 ein unglücklicher Sturz seinem Leben einEndemachte. Schrieb: „Reisen im Innern von Südafrika 1865—72* (1874) [Embacher].