Cocoionella, s. Cochenille. Coccius (Ernst Adolf), namhafter Augenarzt, geb. 19. Sept. 1825 zu Knauthain bei Leipzig, studierte auf den Universitäten zu Leipzig und Prag Medizin, praktizierte dann ein Jahr als Arzt in seinem Heimatsorte und wurde 1849 Hausarzt an der Augenheilanstalt zu Leipzig. Im J. 1851 habilitierte er sich als Docent für Augenheilkunde an der Universität, an welcher er 1858 eine außerord. Professur für Medizin erhielt. Nachdem er 1857 seiner Stellung an der Augenheilanstalt entsagt, begründete er eine eigene Augenklinik für Kranke und zum Unterricht, der er bis 1867 vorstand. R letzterm Jahre ward er ord. Professor und Nachfolger Ruetes als Direktor der Augenheilanstalt; 1870 erhielt er den Titel eines Geh. Medizinalrats. Von seinen wissenschaftlichen Arbeiten sind hervorzuheben: Die Ernährungsweise der Hornhaut und die serumführenden Gefäße im menschlichen Augey (Ipz. 1852), «Über die Anwendung des Augenspiegels nebst Angabe eines neuen Instrumentso (Lpz. 1853), «Uber die Neubildung von Glashäuten im Auge (Lpz. 1858), «über Glaucom, Entzündung und die Autopsie mit dem Augenspiegelo (Lpz. 1859), «liber das Gewebe und die Entzündung des menschlichen Glaskörperso (Opz. 1860), Der Mechanismus der Accommodation des menschlichen Auges nach Beobachtungen im Lebeno (Lpz. 1868), De instrumentis quibus in operationibus oculariis palpebrae fixae nißt, sind unter K aufzusuchen. tenentur o (Opz. 1869), Die Heilanstalt für arme Augenkranke zu Leipzig zur Zeit ihres 50jährigen Bestehenso (Opz. 1870), Klüüber die Behandlung der Augenverletzungenv (Lpz. 1871), De morbis oculi humani, qui e variolis exorti sunto (Lpz. 1871), «Über Ophthalmometrie und Spannungsmessung am kranken Auger (Lpz. 1872), «lüber die Diagnose des Sehpurpurs im Lebeno (Lpz. 1877).