FeedHopo
TierreichAfrika Hand-Lexikon 1885

Hopo, eine Fanganlage für Säugetiere, bei den Betchuanen Südafrikas gebräuchlich. Sie besteht nach Livingstones Beschreibung aus zwei Verhauen oder Hecken in Gestalt des Buchstabens V, weiche in der Nähe des Winkels sehr hoch und dicht sind. Anstatt dass aber beide Hecken im Winkel zusammenstossen, sind sie so angelegt, dass sie eine schmale Gasse von etwa fünfzig Armlängen bilden, an .deren Ende eine Keule von 6—8 Fuss Tiefe und 12— 15 Fuss Breite und Länge angebracht ist. Über die Ränder der Grube sind Baumstämme geleot, besonders über den Rand zunächst der Stelle, wo die gehetzten Tiere in das Loch hinunterspringen sollen und auf der gegenüberliegenden Seite, über welche sie nach Voraussetzung entkommen werden, wenn sie hinuntergefallen sind. Die Stämme hängen selbst über den Rand, sodass sie das Entkommen beinahe unmöglich machen. Das Ganze ist sorgfältig mit kurzen grünen Binsen bedeckt, wodurch die Vertiefung einer versteckten Fallgrube ähnlich wird.

Afrika Hand-Lexikon. Ein Nachschlagebuch für JedermannVon Paul Heichen, Leipzig: Gressner & Schramm 1885 · Bd. 2, S. 559Scan: Staats- und Universitätsbibliothek Bremen · gemeinfrei

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