Koranko (Kuranko), Land im westlichen Afrika, in der Nähe des 9. Grades nördl. Br. gelegen, etwa 160 ku westl. von Sierra Leone, zwischen Sulimania im Norden, Sangara im Osten, Kissi im Süden und Limba im Westen. Das Gebirge, welches K. von Ost nach West durchschneidet, heisst gemeinhin „Loma-Berge‘; es stösst im Südwesten an das Kong-Gebirge. Einer seiner Gipfel, der Yekinan, misst 1083 m in der Höhe, ein zweiter, der Kuruworb, 1178 m; weiter südwärts, nahe dem. Vereinigungspunkte mit den Kong-Bergen, steigt der Daro bis zu 1240 m auf (ist also der höchste Gipfel dieses (Gebirgsstocks, soweit wir dasselbe kennen). Auf diesen Gebirgen entspringen der Rokelle- und der Karamanka-Fluss, welche beide einen westlichen Lauf nehmen und an der Sierra-Leone-Küste (der ‘zweite ein wenig südlich vom ersten) münden, Ihr östlicher Hang gehört dem Niger-Becken an, dessen Hauptquelle auf dem Tembi-Berge, an der Grenze von Koranko und Kissi, ihren Ursprung nimmt. Das Land ist fruchtbar und gut bevölkert. Die Kurankos ähneln in Sprachen und Sitten sehr den Mandingos, von denen sie wahrscheinlich einen Zweig bilden. Die wichtigeren Ortschaften des Kuranko- Landes sind: Simera, Kalakonka oder Kulakonka und Kumato. — K. bildete ehemals einen mächtigen Staat, aber die Fulahs von Futa-Djalon und die Sulimanas haben einen grossen Teil seines Gebietes besetzt. Hs wurde 1826 durch den Major Laing, 1869 durch W. Reade, 1879 durch Zweifel und Moustier besucht.