FeedMaeru
ErdkundeAfrika Hand-Lexikon 1885

Maeru, Berg im Masai-Lande. Von ihm bezieht das in den Pangano mündende Ronga-Flüsschen seine Nahrun g (den Kikuletera-Bach ete.). Er wird von den Masai „Dö njo Erök la Sieiwari@ (d. h. schwarzer Berg von Sigiwari, was ein Masai-Distrikt ist) genannt und ist (nach Dr. Fischer) zeitweise mit Schnee bedeckt, An ‚seinem Fusse wohnen Wakuafi. Von dem um den M. herum gelegenen Lande gibt Dr. Fischer die folgende Beschreibung: „Das im Südwesten um den Fuss Fuss des Maeru - Berges belegene Gebiet ‘ist dicht bewaldet mit vorherrschend gelbrindigen Akazienbäumen; auch Tamarinden, Sykomoren kommen vor und die Wasserläufe sind mit dichtem Buschwerk und Schling- Gewächsen eingefasst: freie Grasplätze liegen in grosser Anzahl zerstreut in der Waldung. Die Fauna war hier reicher, als in jedem andern der berührten Gebiele. In dem dichtesten Teile der Waldungen näher zum Berge hin lebte in kleinen Familien der weissbemähnte centralafrikanische Stummelaffe (Colobus gereza), den zu schiessen die Eingeborenen nicht sgestatteten; zwei Meerkatzen-Arten (Cercopithecus rufocinerus und pigerythrus) suchten besonders die Anpflanzungen auf; nachts ertönte fast unaufhörlich das Geschrei der Nachtaffen (Otolicnus); mehrere Arten Eichhörnchen suchten ihre Nahrung in den Sykomoren und Tamarinden; auch das Moschusböckchen (Nesotragus moschatus), die einzige auf der Insel Sansibar vorkommende Antilopen-Art, fand sich hier. Die Vogelwelt war eine sehr artenreiche und die meisten neuen-Arten meiner Sammlung, wie z. B. einen prächtigen Helmvogel (Corythaix Hartlaubi), eine Meisenart (Parus fringilloides) u. a. m, erbeutete ich in diesem Gebiete“,

Afrika Hand-Lexikon. Ein Nachschlagebuch für JedermannVon Paul Heichen, Leipzig: Gressner & Schramm 1885 · Bd. 2, S. 855Scan: Staats- und Universitätsbibliothek Bremen · gemeinfrei

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