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ErdkundeAfrika Hand-Lexikon 1885

Ovaherero, Negervolk im westl. Teile Südafrika’s (200 südl. Br.), dem Stamme der Kongoneger angehörend; ihr Gebiet grenzt im Norden an die Ovambo, im Süden an die Damaras und im Westen an die sandige Wüste, ist meist Hochland, welches sich bis etwa 6000 Fuss erhebt, bewässert von dem Serakox u. Canna u. deren oberen Zuflüssen. : Die O. sind tief schwarz, von starkem Körperbau, sehr kräftig und gewandt, zumeist sind sie Nomaden und treiben ausgedehnte Rindvieh- und Schafzucht, doch bebauen sie auch den Boden und wissen die Eisenerze ihres Landes zu bearbeiten. Unter den O-s sind die Missionäre mit Erfolg thätig ünd haben einige Stationen in ihrem Gebiete. Sie, sprechen das Otyiherero (die Hererosprache), und zühlen 80 Köpfe. Sie sind in neuerer Zeit durch häufige Einfälle der Nama-Hottentotten zerrissen und geschwächt worden (s. Herero).

Afrika Hand-Lexikon. Ein Nachschlagebuch für JedermannVon Paul Heichen, Leipzig: Gressner & Schramm 1885 · Bd. 3, S. 1037Scan: Staats- und Universitätsbibliothek Bremen · gemeinfrei

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