Schwarz, Dr. Bernhard, wurde ‚1855 mit der Aufgabe betraut, die Hinterlande von Kamerun zu erforschen und wenn möglich einen Vorstoss zur Begegnung mit Robert Flegel zu versuchen. Die Expedition, welcher der Leutnant von Prittwitz-Gaffron II. zugesellt war, ging unter Vermeidung allen Aufsehens am 30. September von Hamburg ab u. drang von Viktoria mit einigen 40 Bakwiriträgern in das interessante Bakunduland ein. In Nambele, wo Missionar Richardson wohnt, musste von Prittwitz-Gaffron wegen heftiger Fieberanfälle nach Kamerun zurückkehren, während 8. mit dem Schweden Knutson den Marsch durch die endlosen Urwälder fortsetzte. Nach Überschreitung des Kumba, eines Nebenflusses des Mungo, gelangte er in das von Rogozinski wohl erstrebte, aber bisher noch von keinem Weissen betretene Hinterland von Kamerun, in eine an Naturschönheiten reiche ‚Tropenlandschaft, die eine ziemliche Kultur aufweist und in welcher grosse Blefantenherden leben. Durch forzierte Märsche entging 8. den die ‚Handelssperre energisch aufrecht erhaltenden Stämmen und ermöglichte ‚durch‘ Geschenke an den König von ‚Bafon und andere Beherrscher der ‚dortigen grossen Sklavenmärkte sein Vordringen in dem Lande der Bafarami, die man bisher nicht einmal dem Namen nach kannte. Eine wilde Horde von 500 bewaffneten Sklaven zwang ihn nahe am obern Kalabar ‚zur Umkehr. Nach einer mehrtägigen ‚Kanoefahrt den Mungo abwärts erreichte er wohlbehalten das Kamerungebiet. (Siehe die neuesten Nachrichten im Nachtrag.) — Dr. Schwarz 'hat sich auch schon früher durch seine Reisen und Schriften bekannt ‚gemacht, von denen wir besonders sein treffliches Buch über Algerien ‚hervorheben.