Schwarz, u. frz. noir, m., engl. black. 1. Schwarze Farbe. Man bezeichnet die dem S. sich nähernden dunkleren Farben häufig durch Kohlschwarz, Pechschwarz u. Rabenschwarz, indem absolutes S. kaum herzustellen ist. Man benutzt namentlich folgende schwarze Färbmittel: Die schwarzen Erdfarben werden hauptsächlich als schwarze Körperfarben benutzt; sie bestehen meist aus einem innigen Gemengeeines sehr milden, weichen Thones mit fein vertheilter Kohle. Die schwarze Kreide oder der Zeichenschiefer gehört in diese Kategorie. Die besten Sorten kommen aus Italien, Spanien und Frankreich. In Thüringen u. in der Umgegend von Os nabrück findet sich ebenfalls ein dem Zeichenschiefer sehr ähnliches Mineral. Der thüringische Zeichenschiefer wird, als Oel⸗- oder Schieferschwarz, fein gemahlen in den Handel gebracht. Die Zeichenschiefer finden sowohl als Oel-wie auch als Wasserfarbe Verwendung. Die sog. Pariser Kreide ist ein Kunstprodukt, bestehend aus einem innigen Gemenge von Kienruß u. Thon; s. übr. d. Art. Kreide. Der Graphit liefert eine schöne schwarze, metallisch glänzende Wasserfarbe auf Eisen, Stein u. Holz. Zu schwarzen Körperfarben dienen vorzüglich noch die durch Verkohlung gewisser organischer Substanzen bei Luftabschluß erhaltenen Produkte, u. diejenigen, welche durch Verbrennung von Oelen u. Harzen bei unvollständigem Luftzutritt erhalten werden. Es sind dies bes. folgende Substanzen: Die gemeine, feingepulverte Holzkohle aus weichen Hölzern; das Spanischschwarz, aus Korkabfällen dargestellt; das Frankfurter