Setscheli, Häuptling der Bakwena, der in Livingstones ersten Reisen in Südafrika eine wichtige Rolle gespielt hat. In den vierziger Jahren residierte er in Kolobeng, von wo ihn die Boeren vertrieben. Er nahm dann seinen Wohnsitz in Liteyane "und zog später nach Molopole, das noch heute die Hauptstadt des Stammes ist, der durch Kämpfe der Stammesangehörigen unter einander und durch Kriege mit Nachbarstimmen so zusammenschmolz, dass Mitte der siebziger Jahre nur noch 32000 bis 35 000 ihm unmittelbar Angehörige neben 18000 bis 20000 halbfremd im Lande wohnenden Batloka, Baklata und Makosi gezählt wurden. In seiner Jugend liess sich Setscheli taufen, er fand aber bald heraus, dass eine zu ausschliessliche Hingabe an den neuen Glauben ihn in den Einkünften aus seinen heidnischen Verrichtungen (Regenzauber u. s. w.) schädigen würde. Er besuchte zwar noch die Kirche und liess auch seine Kinder taufen, aber er blieb nach wie vor Oberpriester seiner der Mehrzahl nach heidnischen Unterthanen. Durch die Gegenwart englischer Missionäre und Händler ist er wenigstens mit den materiellen Vorteilen der Kultur vertraut geworden und ‚hat in ihnen offenbar mehr Befriedigung gefunden als in dem Christenglauben. So hat er z. B. von seinem Leibhändler Taylor ein Haus in europäischem Stil bauen und möblieren lassen, das 3000 Pfund Sterling kostete, welche in Ochsen u, Straussenfedern bezahlt wurden,