Burckhardt (Jak.), namhafter Kultur⸗ und Kunsthistoriker, du 25. Mai 1818 zu Basel, studierte 1837—39 daselbst Theologie unter De Wette und Hagenbach, lag zugleich dem Studium der Geschichte und der deutschen Litteratur unter Wackernagel und Vischer ob und trieb dann diese Disciplinen 1839 — 41 in Berlin weiter. Nach Beendigung seiner Studien kehrte er in die 4„ zurück und wurde dann, nachdem er eine Reihe wertvoller Arbeiten auf dem Gebiete der Kultur- und Kunstgeschichte veröffentlicht, zum Professor für die Varel erß Wissenschaften an der Universität zu Basel ernannt. B.s Verdienste bestehen wesentlich in der 96 110 Kritik seiner Kunstforschungen, wie in der lichtvollen und geistreichen Darstellungsweise, wobei er ungewöhnliche Litteratur⸗ und Quellenkenntnis entwickelt. Seine bedeutendern Schriften sind: „Die Kunstwerke der belg. Städter (Düsseld. 1842), „Jakob von Hochstadeno (Bonn 1843), „Erzbischof Andreas von Krain und die letzte 355Die Seit zu Basel, 1482 — 84 (Basel 1853), «Die Zeit Konstantin d. Gr.» (Lpz. 1853; 2. Aufl. H+ „Die Kultur der Renaissance in Italien v 99 1 1860; 3. Aufl., besorgt von Geiger, 2 Bde., Lpz. 1877—78), Geschichte der Renaissance in Italien» (2. Aufl., Stuttg. 1878) und 4Cicerone, eine 355: + Uumfl, Genuß der Kunstwerke Italiens » (1855; 4. Aufl von Wilh. Bode, 2 Bde., Lpz. 1879). B. gab au Kuglers „Handbuch der Kunstgeschichte in zweiter Auflage (Stuttg. 1848) heraus.