Spanische Besitzungen. Die Spanier besitzen heute in Afrika die Kanarischen Inseln, Fernando Po, Eloby, Corisco und Anno-Bom. Der Kolonialhandel Spaniens beschränkt sich auf den wenig bedeutenden Verkehr mit seinen eigenen afrikanischen Kolonieen und den Spanien am nächsten liegenden Inseln. Spaniens Bedeutung als afrikanische Kolonialmacht ist völlig geschwunden, und die spanischen Kolonieen in Afrika sind mit ihren Schwesterkolonieen in anderen Erdteilen gar nicht zu vergleichen. Ihre günstige Lage (die Kanarischen Inseln zwischen Europa, Afrika und Amerika, Fernando Po und Eloby an der produktenreichen Westküste) und ihren guten Häfen, in denen Schiffe nicht mit jenen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, welche die Westküste bietet, müssten diese Kolonieen zu wichtigen Entrepots des afrikanischen Handels machen, wenn die Regierung sich ihrer energisch annähme. Fernando Po ist schon jetzt eine bedeutende Dampferstation und könnte mittelst kleiner Fahrzeuge zu jeder Zeit mit der afrikanischen Küste in Verbindung stehen, als Hauptdepöt für die aus Europa kommenden oder dorthin bestimmten Waren dienen. Dasselbe gilt von Eloby. Anstatt aber an die Errichtung von Freihäfen und Entrepots in Fernando Po und Eloby zu denken, hat die spanische Regierung sich in jüngster Zeit nur mit der Frage der Errichtung einer Verbrecherkolonie in Fernando Po beschäftigt, eine Massregel, durch welche die spanische Kolonialmacht in Afrika kaum würde gehoben werden.