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GeschichteAfrika Hand-Lexikon 1885
Stanley

Stanley, Henry Moreton, 1843 bei und Jer Dengbish in Wales geboren, in Besichti: über den Kaukasus und Persien nach nen Liv. Indien, von wo er sich im Oktober 6. Janu: 1878 nach Sansibar einschiffte, um sibar a die Leitung einer vom Eigentümer waren des New-York Herald“, Herrn James Expediti &ordon Bennett, ausgerüsteten Expe- dass di dition zur Aufsuchung des verscholle- verlasse ı erzogen, wohnte als Spezialondent des „New-York Herald“ ffnung des Suez-Kanals bei, ich von dort über Ägypten rusalem nach der Krym zur gung der Schlachtfelder, und ingstone zu übernehmen. Am ar 1871 kam Stanley in Sann, aber erst am 21. März die Vorbereitungen zu der ion so weit vorgeschritten, ie letzte Abteilung Bagamojo »n konnte. Stanley zog durch Ukwere und Usegua nach dem Usagara-Gebirge, dann durch Ugogo nach Unianjembe. Er beteiligte sich an einem Kriegszuge der Araber und Waniamwesi gegen den Häuptling Mirambo, aber die Expedition misslang und St. entging auf der Flucht mit Mühe dem Tod. Diese Vorgänge zwangen St., in weitem Bogen nach Süden auszubiegen, um den Tanganjika zu erreichen. Anfang November erfuhr er in Uvinza, dass sich ein weisser Mann am Tanganjika aufhalte. Am 10. Nov., dem 2306. Marsch- ‘tag, erblickte man den See, und wenige Stunden später hatte St. Livingstone in Udschidschi gefunden. Die beiden Reisenden befuhren in den nächsten Tagen zusammen den nördlichen Teil des.Seees, und am 27. Dezember trat St. die Heimreise an, auf der ihn Livingstone bis Unianjembe- (14. März) begleitete. St. veröffentlichte nach der Heimkehr seine Erlebnisse in dem Buche „Wie ich Livingstone fand“, 2 Bd., 1872, deutsche Ausgabe 1879. — Der Eigentümer des „New-York Herald*, der die Kosten dieser Expedition getragen, bestritt auch die Kosten der Ausrüstung einer zweiten, viel grössern Expedition, deren Leitung St. im J. 1874 übernahm. Es handelte sich darum, das Werk Livingstones fortzusetzen und den Lauf des von diesem entdeckten Lualaba weiter zu verfolgen. Bloss von drei jungen Engländern, dem Kommis Frederick Barker u. den Söhnen eines Fischers, Frank und Edward Pocok, begleitet, begab sich St. nach Sansibar, von wo er am 12. November mit 340 Trägern nach dem Innern des Festlandes aufbrach. Er zog zunächst zum Ukerewe, wo er längere Zeit verweilte und auch König Mtesa auf einem Kriegszug begleitete, und gelangte-durch Udschidschi, Ubudschwe u. s. w. nach Manyema, dessen ‚West-' grenze der Lualaba bildet. Über den fernern Verlauf seiner Reise ist bereits früher (siehe unter „Kongo“, 3. Bd., Seite 739: u. .f.). berichtet worden, ebenso über seine 'Thätigkeit im Dienste der Internationalen ‚Association und später des Kongostaates (siehe 2. Bd., Seite 759). — St. veröffentlichte nach seiner grossen Reise „Quer durch den dunkeln Erdteil“, 2 Bd., deutsch: 1878,. „Der Kongo und die Gründung des Kongostaates“, 2. Bd., deutsch 1885.

Afrika Hand-Lexikon. Ein Nachschlagebuch für JedermannVon Paul Heichen, Leipzig: Gressner & Schramm 1885 · Bd. 3, S. 1224Scan: Staats- und Universitätsbibliothek Bremen · gemeinfrei

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