Tubori, grosser Landsee südlich vom Tsad-See, unter 10° n. Br. von Vogel entdeckt. Das Nordende des angeblich 15 bis 20 Meilen langen, inselreichen Seees läuft in einen Sumpf aus. Der See und die ihn umschliessenden Berge sollten ihren Namen nach dem dort wohnenden Volke Tubori haben. Nach Petermann ist die Existenz eines permanenten Tubori noch zweifelhaft, „die Sumpfebene von Tubori ist uns aber für die hydrographischen Verhältnisse von Mittel-Afrika das wichtigste Terrain. Durch sie findet wahrscheinlich eine zeitweise Verbindung des Niger- und Tsadsystems, vielleicht auch mit dem Gebiete des weissen Nil statt.“
Afrika Hand-Lexikon. Ein Nachschlagebuch für JedermannVon Paul Heichen, Leipzig: Gressner & Schramm 1885 · Bd. 3, S. 1288Scan: Staats- und Universitätsbibliothek Bremen · gemeinfrei