Ceratödus, ein zu den Doppelatmern Dipnoi) gehöriger, von Forster neuerdings in Australien (Queensland) entdeckter großer Fisch, der bis 2 m Länge erreichen kann. Der Kopf und Körper sai mit sehr großen, abgerundeten, dünnen, moaikartig zusammengesetzten Schuppen bedeckt, eine es Körpers. Die Brust und Bauchflossen sind in der Mitte beschuppt; ihr knorpeliges Skelett besteht aus einer vielgliederigen ittelachse, von welcher seitlich gegliederte Strahlen abgehen. Die Nasenlöcher durchbohren die Oberlippe, wie bei allen Doppelatmern. Das Maul ist klein, oben und unten mit zwei schneidenden, aufrecht stehenden Zähnen und dahinter mit eigentümlich gekerbten, kammartigen Zahnplatten im Gaumen und Unterkiefer bewaffnet. Außer den wo lgebildeten Kiemen besitzt das Tier zum Unterschiede von den andern Doppelatmern nur eine einzige, V — zellige Lunge, die sich mit einer kurzen Luftröhre in der obern Wand des Schlundes öffnet und der Siclert bed Wirbelsäule angeheftet ist. Das ganze Stelett besteht nur aus Knorpel. Der weite Darm at eine außerordentlich ausgebildete Spirallappe. Das Tier nährt sich von Vegetabilien, besonders Blättern von Wasserpflanzen, und verbringt die Trockenzeiten im Schlamme vergraben. Das Fleisch ist sehr geschätzt. Es ist das älteste Wirbeltier der Erde. 38 Muschelkalk und Keuper der Trias finden sich Zähne, die bis auf geringe spezifische Abweichungen denen der lebenden Art gleichen, sodaß Krefft und Günther, welcher letztere eine oden sosle bearbeitete, unbedenklich den von Agassiz den fossilen Zähnen beigelegten Gattungsnamen auch für die lebende Art benutzten.