Waboni, ein unter den südlichen Galla zerstreut lebender Stamm, wahrscheinlich Reste eines einst grossen, von den Galla verdrängten Volkes. Sie führen ein Nomadenleben und ernähren sich durch Jagd und Fischfang, teils auch durch die Frucht des Affenbrotbaumes. Von Hautfarbe heller als die Galla, gehören sie dennoch einer auf viel tieferer Stufe stehenden Rasse an. Ihre Gesichtszüge und ihr wolliges Haar erinnern an den Negertypus. Sie sind sehr furchtsam und beteiligen sich an den Kämpfen gegen die Mohammedaner nur, wenn sie dazu gezwungen werden. Von den Galla werden sie wegen ihrer Gutmütigkeit und Geduld verachtet, und der Zuruf: „Dein Vater war ein Mboni!* gilt als grosse Beleidigung. Sie haben auch eine Art Oberhaupt, einen „Sultan“, der in dem befestigten Gallalager Arbarura am Kilowanje-See seinen Sitz hat, aber weder Ansehen geniesst, noch seinen Befehlen Gehorsam zu verschaffen. vermag.