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TierreichAfrika Hand-Lexikon 1885

Milwansini, ein Bambusdickicht, das (nach Dr. Fischer’s Reisebericht 1885) sich an der Grenze Kikuja’s (am Naiwascha-See) nach Nordwesten hinzieht und nur von einigen Wandorobo-Familien bewohnt wird, welche hier ein elendes Leben in Schmutz, Feuchtigkeit und Kälte führen; in einem Dickicht, in das nie ein Sonnenstrahl dringt und das selbst die Tiere meiden. Hier vermitteln sie einen kleinen Handel mit den Bewohnern von Kikuju, indem sie dort Mehl und andere Vegetabilien aufkaufen und in Häuten eingenäht aufbewahren, um es anKarawanen, die nicht nach Kikuju selbst wollen, zu verhandeln. ‚Auch liegen sie der Blefantenjagd ob und haben meist sehr grosses schönes Elfenbein zu verkaufen. Der Ort ist so verrufen, dass es schwer hielt, die Träger zu bewegen dort hinzugehen trotz der schönen Aussichten auf vegetabilische Genüsse. Grössere Karawanen, die dort nur kurze Zeit weilten, sollen oft viele Leute verloren haben. Die Kälte (auch wirken wohl gefährliche Miasmen mit) soll nach Aussage der Mohammedaner so gross sein, besonders wenn ein feiner Regen niederrieselt, dass Träger unter heftigem. Zittern plötzlich umfallen und bald sterben.

Afrika Hand-Lexikon. Ein Nachschlagebuch für JedermannVon Paul Heichen, Leipzig: Gressner & Schramm 1885 · Bd. 2, S. 927Scan: Staats- und Universitätsbibliothek Bremen · gemeinfrei

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