Capaun mit einer sauren Limone. Bereitet einen Capaun nach oben beschriebener Art, und kochet selben fein weiß, hernach leget ihn in einen Tiegel oder Casserole, schneidet eine gantze saure Limone, und thut sie nebst geriebener Semmel, Muscaten-Blüten und Ingber hinein zum Capaun, werffet ein gut Stück Butter dran, giesset von der Brühe, darinnen der Capaun gekochet worden, desgleichen Wein darzu, lassets fein gemählich kochen, thut auch ein wenig Saffran hinein, und richtets hierauf an, so gut ihr könnet.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 319Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0