Gans-Kleint mit Petersilien-Wurtzeln, Habet ihr das Gänse-Kleint beym Feuer mit Wasser und behörigen Saltz gekochet, wie vorher gelehret worden, so kühlets aus, thuts in einen Tiegel, giesset von der Brüh, darinne das Kleint gekochet, auch in den Tiegel, werffet Muscaten-Blüten, Ingber und Butter dran, darnach nehmet Petersilien-Wurtzeln, schabet und schneidet sie in Stücken, wie es euch gefället, siedet solche mit Wasser ein wenig ab, werffet alsdenn selbe zum Gänse-Kleint, und lassets also mit einander kochen. Letzlich streuet geriebene Semmel dran, daß die Brühe ein wenig dicke wird, so ist es fertig.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 613–614Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0