Gemsen-Schlegel gepeitzt, Diesen häutelt wie den vorigen, darnach setzet solchen auf einen Rost, und lasset ihn auf dem Kohlfeuer ein wenig anlauffen. Hierauf leget ihn in ein Geschin, saltzet selben ein, nehmet Eßig und lasset ihn sieden, thut Kräuter, als Thymian, Lorbeer-Blätter, Roßmarien, Isop, und gantze Zwiebeln hinein; bestecket den Schlegel oder Keule mit gantzen Gewürtz und giesset diesen gesottenen Eßig drüber; decket solchen zu, setzet ihn an einen Ort, da er nicht gar zu warm stehet, so mag er wohl ein halb Jahr gut bleiben. Soll er verspeiset werden, könnet ihr solchen dämpffen, braten, auch in eine Pastete schlagen auf die Art, wie beym Hirsch-Wildpret alles ausführlich wird dargethan werden.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 652Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0