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PflanzenreichFrauenzimmer-Lexicon 1715

Hopffen, Lupulus, Houblon, ist das bekannte Gewächs, so zum Bierbrauen, als ein höchst nöthiges Stück erfodert wird: denn was das Saltz bey solchen Dingen, die man lange auff behalten will, verrichtet, eben dieses præstiret auch der Hopffen bey dem Braun-Bier. Absonderlich aber werden diejenigen Hopffen-Sparges oder Hopffen-Keimigen, so im Frühling aus der Wurtzel hervor sprossen, sehr gerühmet, daß sie das Geblüt reinigen und denen Verstopffungen des Bauchs, der Leber und des Miltzes, weil sie kühlen, wiederstehen sollen. Zu dem Ende nutzet man solche in der Speise nicht nur zum Salat, sondern unser Koch bereitet sie auch folgender Gestalt: 1) Hopffen-Keimigen zuzurichten; 2) Hopffen-Keimigen fricassiret; 3) Hopffen-Keimigen mit einer Butter-Sosse; 4) Hopffen-Kemigen mit zerlassener Butter.

Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 860–861Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0

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