Pfeffer, Piper, Poivre, ist eine Ost-Indianische Frucht, die in gewissen Provincien daselbst in grosser Qvantität als ein Convolvulus wächst, und durch die Holländer zu uns in Europam gebracht wird. Man trifft bey denen Materialisten viererley Pfeffer an, nehmlich langen, rothen, weissen und schwartzen runden Pfeffer, welches der beste ist, und der auch in der Küche am meisten gangbar. Der Pfeffer ist sonst von hitziger Art, und vertragen denselben nur gewisse Speisen. Ihrer viel stehen in denen Gedancken; wenn man alle Essen ohne Unterscheid nur starck pfeffere, so bekämen selbige einen guten Geschmack, und würden dadurch gesund, welches man bißhero in etlichen Teutschen Kochbüchern in Acht genommen, darüber sich aber unser Küchenmeister nicht wenig wundert, weil diese Pfeffer-Methode wieder das wahre Fundament des Kochens läuffet. So essen auch viel Leute nicht gerne gepfeffert, muß dannenhero bey denen Zubereitungen der Speisen auf alles und iedes genau regardiret werden.