Rosinen, Uvæ passæ, Raisins de damas, werden in grosse und kleine abgetheilet. Der grossen sind viererley Sorten: als 1) die Damascener; 2) die Cibeben; 3) Marsilianer; und 4) Korb-Rosinen. Die kleinen werden genennet Corinthen, weil sie in Morea, darinnen vor diesen Corinthus gelegen, wachsen. Ein mehrers hiervon ist zu finden unter Cibeben und Corinthen. Beyde Gattungen brauchet der Koch vielfältig, absonderlich die Grossen, daraus er entweder eine Torten-Fülle oder ein Rosinen-Mus bereitet.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 1663Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0