Schwämme, Fungi, Potirons, werden in gifftige und gute eingetheilet. Mit jenem, als mit denen gifftigen Fliegenschwämmen, haben wir hier nichts zu thun, sondern mit denen guten, so man essen kan. Es seynd aber dergleichen Schwämme excrementa terræ, so von überflüßigen faulen Feuchtigkeiten wachsen, und dahero durchgehends ungesund, wo in ihnen nicht durch Butter und Gewürtz die böse Art etlicher maßen gedämpffet wird. Es werden aber zu denen Schwämmen gezehlet die Champignons, Mouserons, Morgeln, Piltze, Röttlinge, Stockschwämme, Truffes &c. so in der Küche an viele Essen kommen, oder a part zugerichtet werden, welches an gehörigen Stellen wird zu finden seyn.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 1791Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0