Bamberg, Residentz-Stadt und Schloß des Bischoffs dieses Nahmens, am Flusse Rednitz, welcher hindurch fleust, und sich nicht weit davon mit dem Mayn vereiniget, 9 Meilen von Nürnberg gelegen. Jhre Gegend ist fruchtbar am Getreyde, Baumfrüchten, Zwiebeln und süssem Holtz. Sie wird unter die 4 Reichs-Dörfer gerechnet, ist weitläufftig, und hat keine Mauren, welches daher kömmt, weil die Bürger Anno 1435 ihren Bischoff aus der Stadt vertrieben hatten, so wurden sie von dem Concilio zu Basel dahin condemniret, daß sie ihre Stadt-Mauren niederreissen musten. Die Universität daselbst ist 1585 gestifftet worden. Von der Ritterschafft in Francken, ist zu Bamberg An. 1362 in der Woche nach den heil. drey Königen der neunzehende Turnier angestellet worden, wobey 5 Fürsten, als Landgraf Ludwig zu Leuchtenberg, Landgraf Heinrich zu Hessen, Fürst Otto zu Henneberg, Burggraf Friedrich zu Nürnberg, u. Marckgr. Friedrich zu Meissen; 19 Grafen, 27 Freyherren, 34 Ritter und 137 Edlen turnirten. Anno 1486 ist der 34 Turnier allhier gehalten worden, wobey 2 Fürsten, 6 Grafen, 7 Freyherren, 49 Ritter und 272 Edle zugegen waren. Das Hochstifft Bamberg, von welchem in dem Zeitungs-Lexico nachzusehen, führet im Wappen einen schwartzen Löwen mit roth-ausgesteckter Zunge, über welchen ein silberner schmaler rechter Schräge-Balcken durch das gantze güldene Feld gehet.