Biber-Netze, Jst vorne wie eine Wathe, davon die untere Leine mit schwerem Bley-Gesencke auf dem Grunde lieget, die obere Leine aber mit Korck oder leichter Holtz-Rinde oben schwimmet. Der Sack oder Busen daran ist wie ein Hamen, woselbst hinten ein Zipfel über 4 Ellen lang gehet, welcher so enge gestrickt ist, daß sich nichts darinnen umwenden kan. Dieses Garn ist nach der Breite des Wassers vorn öffters 10 bis 12 Ellen weit, der Sack aber mit dem Zipfel daran auf 16 bis 18 Ellen lang. Die Maschen sind wie bey den Hasen-Netzen; an den Zipfel wird ein runder Stein von etlichen Pfunden schwer nebst einem Ringe fest angebunden; an dem Ufer aber ein Pfal eingeschlagen, woran man ein langes glattes dünnes Seilchen anmacht, solches hernach in Schlangen-Form etliche mal um das Netz durch die Schmasen umher, und letztlich durch den Ring ziehet, dessen Ende eine ans Ufer stehende Person in Händen hat. Ein solches Biber-Netze wird nun vor einem Biberbau, worinnen man was vermuthet, nach der Breite des Wassers vorgestellet, und an beyden Ufern mit Pfälen fest angepflöcket. Es pfleget aber der Biber gerne an breiten Strömen oder grossen Seen in hohlen Ufern und Löchern zu wohnen, wo es mit Weiden und Schilfrohr verwachsen ist. Wenn nun oben auf dem Ufer nach des Bibers Bau eingegraben wird, und die Hunde darinnen stöbern, so wischet der Biber heraus und in den Garn-Sack hinein, welches an der Bewegung des Leinchens gleich zu fühlen ist; worauf der, so das Leinchen hält, solches geschwind an sich ziehet, da sich denn der Zipfel umdrehet, daß der gefangene Biber nicht wieder heraus kan.