Habichts-Fang, Habichts-Korb, Jst ein grosser und breiter Korb, wie eine grosse Hüner-Steige, etwan eines Tisches breit und lang, in der Mitte mit einem Unterschied versehen. Jn das unterste Theil setzet man eine schwartze Henne oder weisse Taube, und in das obere Theil machet man eine Stallung wie einen Meisen-Kasten. Wenn nun der Habicht von oben herunter auf die schwartze Henne schiesset, so kommet er in das obere Theil des Korbes, als ein hungeriger Raub-Vogel, der vor Grimm und Begierde nichts siehet, und stösset mit den Flügeln an das Zünglein oder an das Bret, welches mit einem Stäblein aufgestellet ist, und wirfft damit die Ober-Decke herunter, daß er also sich selbsten fänget, aber doch der unter ihme im andern Theil des Korbes sitzenden Henne oder Taube, nichts thun kan. Ein anderer Habicht-Fang wird so verfertiget: daß man vier Pfäle, etwa vier Ellen hoch in die Erden ohngefehr eines ziemlich grossen Tisches breit ins gevierte von einander stösset, und in einem ieglichen Pfahl oben eine Kerbe also aufwerts schneidet, daß man ein viereckigtes Netze, welches ziemlich grosse Maschen hat, darein stecken kan. Unter dieses Netze bindet man auf der Erden eine lebendige weisse Taube oder Huhn, und wenn diese von dem Habicht erblicket wird, so schiesset er aus der Lufft darauf zu, und stösset auf das Netze, welches er in der Lufft nicht gewahr worden, los, worinne er also verwickelt wird, daß er sich muß gefangen geben. Diesen also gefangenen Habicht anzugreiffen, und an behörigen Ort zu bringen, muß man starcke Hirsch-lederne Handschuh anhaben, denn sonsten setzet er einem die Klauen in die Hände, daß man nicht leichtlich unbeschädigt davon kömmt.