Streich-Netze, Nacht-Netze, Sonnelle, Ein Netz von 60 oder 70 Schuh lang, und bis 24 breit, mit einem Busen in der Mitten, und an beyden Enden mit langen Stangen ausgesperret. An den untern Rand mögen Federn oder Späne angehänget werden, die Vögel aufzuschrecken. Wenn man es gebrauchen will, ergreiffen ihrer zwey die Stangen, und strecken das Netz nach der Länge aus, der dritte trägt den Busen oder Sack, also schleiffen sie das Netz schräg, und mit dem Unter-Ende dicht an der Erden, und gehen den Acker lang hinauf und wieder herunter, und wenn etwas aufflattert, legen sie das Netz nieder, würgen die darunter gefangenen Vögel, heben sie nebst dem Netz auf, und gehen weiter. Dieses muß bey Nacht und im finstern geschehen. Diese Art Netze wird eigentlich nur auf die Lerchen gebraucht, weil aber leicht Wachteln, gantze Volck Rebhüner, auch junge Hasen damit beschlagen werden, ist ausser dem Herrn des Wildbanns niemand befugt mit denselben zu gehen.