Hellwag (Wilh. Konrad), namhafter Eisenbahn-Ingenieur, geb. 18. Sept. 1827 zu Eutin, besuchte das Gymnasium seiner Vaterstadt, studierte zu Kiel Mathematik und Naturwissenschaften und nahm an dem schlesw.⸗holstein. Kriege von 1848 bis 1851R teil, nach dessen Beendigung er an der Universität und am Polytechnikum zu München seine Studien 0n setzte. In den J. 1855—57 unter Etzel an dem Bau der Schweizerischen Centralbahn thätig, wurde er mit demselben zum Bau der Kaiser⸗-Franz-Joseph-Orientbahn nach Ungarn berufen, nach deren Vollendung 1860 er in die Verwaltung der Ssterreichischen Südbahn übertrat, um später als stellvertretender Gdem die an der Brennerbahn zu fungieren. Nachdem die letztere 1867 fertig gestellt war, wurde H. als Baudirektor der zu erbauenden Osterreichischen Nordwestbahn nach Wien berufen, deren gesamtes Bahnnetz (940 EKm) er 1868—74 vollendete. Die hierbei ausgeführten hervorragenden Bauwerke sind: die Donaubrücke bei Wien, der Thaja-Viadukt bei Znaim, die Elbbrücken bei Pardubitz, Kollin, Brandeis, Aussig und Tetschen. Leische hat er große Bahnhöfe zu Wien, Prag und etschen erbaut. Im Frühjahr 1875 wurde H. als Oberingenieur zur Leitung der Gotthardbahn in die Schweiz berufen. Er starb 4. Jan. 1882 zu Wien. H. veröffentlichte Die Bahnachse und das Längenprofil der Gotthardbahno (Zür. 1876). „Hellwald (Friedr. Ant. Heller von), Kulturhistoriker und geogr. Schriftsteller, geb. 29. März 1842 zu Padua, trat 1858 in die österr. Armee, machte als Oberlieutenant 1866 den Krieg gegen Preußen mit, folgte aber 1871 einem Rufe als Redacteur des Ausland» nach Augsburg und ließ sich 1873 nach der übersiedelung dieser Zeitschrift nach Stuttgart in Cannstatt nieder; 1882 gab er seine Thätigkeit als Redacteur auf. Er schrieb: „Maximilian I., Kaiser-von Mexikos (2 Bde., Wien 1869), «Kulturgeschichte in ihrer natürlichen Entwickelung bis zur Gegenwarto (Augsb. 1874; 3. Aufl., 2 Bde., 1883), «Centralasieno (Lpz. 1875), „(Hinterind. Länder und Völkere (Lpz. 1876), Oskar Peschels (Augsb. 1876), «Die Erde und ihre Völkery (2 Bde., Stuttg. 1877 — 78; 3. Aufl. 1883 fg.), Im ewigen Eiso (Stuttg. 1881), «Naturgeschichte des Menschen » (2 Bde., Stuttg. 1883 fg.), Amerika in Wort und Bilde (Lpz. 1883 fg.). Mit L. C. Beck gab er heraus: «Die heutige Türkeir (2 Bde., Opz. 1878—79 2. Aufl. 1882).