FeedHenneberg (Wilh.)
HeilkundeBrockhaus 1882

Henneberg (Wilh.), ausgezeichneter Agrikulturchemiker, geb. 10. Sept. 1825 zu Wasserleben in der Grafschaft Stolberg-Wernigerode, studierte von Ostern 1845 bis 1848 in Jena und Gießen Naturwissenschaften und namentlich Chemie. Er lebte dann in Wasserleben, ging 1851 als zweiter Sekretär des landwirtschaftlichen Vereins für das Herzogtum Braunschweig nach Braunschweig, 1852 als Sekretär der Königl. Landwirtschaftsgesell schaft nach Celle, wo er ein agrikulturchem. Laboratorium einrichtete und 1853 die Herausgabe des „Journals für Landwirtschafto begann. Bei der Verlegung des Laboratoriums nach Weende bei Göttingen, 1857, wurde dasseloe zu einer landwirtschaftlichen Versuchsstation unter H.s Leitung erweitert. Im J. 1874 fand ein nochmaliger Umzug der Station nach Göttingen statt. Seit 1865 als außerord., seit 1873 als ord. Professor an der Universität Göttingen thätig, hat sich H. besonders um die wissenschaftliche Begründung der Fütterungslehre außerordentliche Verdienste erworben. Von His zahlreichen Publikationen sind zu nennen: (Beiträge zur Begründung einer rationellen Fütterung der Wiederkäuere (mit F. Stohmann, I. u. 2. Heft, Braunschw. 1860 u. 1864); Neue Beiträge zur Begründung einer rationellen Fütterung der Wiederkäuer» (Gött. 1870). [(gebirge.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 110Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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