Hermann IV., Landgraf von Hessen, geb. 5. (15.) Aug. 1607 als Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel, war am linken Fuße lahm und wurde daher zum Gelehrten erzogen; namentlich hatte er Neigung zur Mathematik und zu den Naturwissenschaften. Nach dem Tode seines ältern Bruders Philipp 1626 führte er die Vormundschaft über seine jüngern Geschwister. Er starb 4. April 1658 zu Rotenburg. Von seinen Schriften sind die wichtigsten: „Obserrationes historico-mathematicaen (1635), Deutsche Astrologien (Grebenstein 1637), Historia meteorologicas (Kassel 1651).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 143Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei