FeedApianus (Petrus)
HimmelskundeBrockhaus 1882

Apianus (Petrus), eigentlich Bien ewitz oder Bennewitz, Mechaniker und Astronom, geb. 1495 bei Leisnig in Sachsen, war seit 1523 Professor der Mathematik zu Ingolstadt, wo er 21. April 1552 starb. Das berühmteste von seinen Werken ist die „Cosmographia (Landsh. 1524; Antwerp. 1529 u. öfter), die in mehrere Sprachen übersetzt worden ist. Er schlug in diesem Buche vor, die Abstände des Mondes von Fixsternen zur Bestimmung geogr. Längen zu benutzen, und machte zuerst die emerkung, daß die Schweife der Kometen der Sonne entgegengesetzt seien. Sonst sind noch sein HAstronomicum Caesareumo (Ingolst. 1540, mit Holzschnitten) und die Inscriptiones sacrosanctae vetustatis o (Ingolst. 1534, mit Holzschnitten hervorzuheben. A. erfand und verbesserte verschiedene mathem. und astron. Instrumente, von denen er mehrere in besondern Schriften beschrieben hat. — Sein Sohn belate daß A., geb. 14. Sept. 1531 zu Ingolstadt, folgte daselbst dem Vater auf dem 08 lucht mußte aber, weil er Protestant war, 1568 üchten. Er wurde hierauf Professor der Mathematik zu Tübingen und starb daselbst 14. Nov. 1589. A. machte sich berühmt durch die Bayrischen Landtafeln v (1566), eine Karte von H. in 24 Blatt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 757Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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