FeedHermesiänax
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Hermesiänax, aus Kolophon, ein griech. Elegiendichter, um 300 v. Chr., verfaßte drei Bücher Elegien erotischen Inhalts unter dem von dem Namen seiner Geliebten entlehnten Titel Leontiono. Erhalten ist ein größeres Bruchstück aus dem dritten Buche durch Athenäus (s. d.). H. macht darin, freilich unter seltsamen Irrtümern, eine große Anzahl Dichter und Denker namhaft, die von der Macht der Liebe ergriffen gewesen seien. Dasselbe ist außer in den Ausgaben des Athenäus namentlich von G. Hermann (Lpz. 1828, und in dessen &Opusculan, Bd. 4) und von Bergk (Märb. 1844, und in der Anthologia lyrica, 2. Aufl., Lpz. 1868) herausgegeben und von den Schlegel im Athenäumo, von Jacobs in der „Griech. Blumenleses, von Weber in den «Elegischen Dichtern der Hellenen (Frankf. 1826) übersetzt, sowie von Hartung in den (Griech. Elegikerns (Bd. 2, 1859) griechisch und deutsch herausgegeben worden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 150Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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