Herzmuscheln oder Cardiiden sind Muscheln mit gleichklappiger, ziemlich dicker, meist der Länge nach gerippter oder gestreifter Schale, die gezahnte Ränder, zwei deutliche ovale Muskeleindrücke und am Schloß in jeder Hälfte zwei kräftige Hauptzähne und einen hintern und vordern Seitenzahn hat. Sie bilden eine sehr artenreiche, in allen Meeren vorhandene, besonders aber in den tropischen stark entwickelte Familie, von der manche Arten auch in brackisches, selbst süßes Wasser gehen, dabei aber Veränderungen ihrer Organisation erleiden; sie bewegen sich mittels eines langen, knieförmig gebogenen Fußes springend. Fossil finden sie sich schon im Silur, werden aber erst im Muschelkalk häufiger und erreichen ihre größte Entfaltung im Tertiär und in der Jetztzeit. Das verbreitetste Genus (Cardium) besteht aus circa 200 lebenden und gegen 400 ausgestorbenen Arten. H. werden viel und gern gegessen, so C. edule aus der Nordsee und dem Mittelländischen Meere, C. muticum aus den japanischen Gewässern u. s. w.