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ErdkundeBrockhaus 1882

Hienzen werden Deutsche im Westen Ungarns, im Ödenburger und Eisenburger Komitat genannt, die ihrer Sprache nach zum bayr. Stamme gehören und die wohl in den Anfängen der Ansiedelung noch bis in die karolingische Zeit zurückreichen. Sie sind meist katholisch, doch bekennen sich etwa 40000 H. zur evang. Kirche. Die Zahl der H. in den beiden Komitaten Sdenburg und Eisenburg beträgt über 200000 Seelen. Ihre Mundart erinnert an das Altbayrische, doch ist sie von dem benachbarten österr. Volksdialekt in mancher Hinsicht unterschieden. Die H. betreiben größtenteils Ackerbau und Viehzucht, in den Waldgegenden auch Kohlenbrennerei und allerlei Holzgewerbe, in den Amnd Weinban und Niederungen aber auch Obst⸗ und Weinbau, und gehen in die Fremde auf Wanderarbeit. Vororte des Hienzentums sind: Odenburg, Güns, Eisenstadt, Oberschützen u. a. — 1⁷ Schulen zieren die Hienzenorte. Vgl. Schwicker, „Die Deutschen in Ungarn und Siebenbürgeno (Teschen 1881).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 219Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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