Hieronymos, Enkel des Königs Hiero II. von Syrakus, Sohn des Prinzen Gelon von des epirotischen Königs Pyrrhos Tochter (oder Enkelin) Nereis, folgte, da sein Vater bereits gestorben war, zu Anfang des J. 215 v. Chr., erst 15 J. alt, seinem obvates auf dem Throne von Syrakus. Nachdem er sich mit Hilfe eines seiner Ratgeber der durch Hieron eingesetzten Regentschaft seiner Vormünder entledigt hatte, änderte er sofort das ganze System der Regierung. Nach außen schloß er sich an Karthago an, weil er nach Cannä von Hannibal große Gebietserweiterungen erwartete; nach innen dagegen trat er übermütig, schwelgerisch, tyrannisch auf und stützte sich nur auf die Soldner und das Proletariat. Dadurch erbittert, nahm ein Teil der römisch und zugleich republikanisch gesinnten Partei Veranlassung, den H. im J. 214 zu Leontinoi zu ermorden. Syrakus wurde nun wieder Republik, und ein Restaurationsversuch eines Schwiegersohns des alten Königs Hieron führte zur Ermordung der ganzen Familie des letzten syrakusischen Fürstenhauses.